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Schimmelbefall im Wohnbereich - Gefahr für die Gesundheit

Im Zeitalter der Energieeinsparung mit dichtschließenden Fenstern und Wärmedämmung kommt es zunehmend zu gesundheitsgefährdenden Belastungen in Wohnungen. Während man früher wasserdurchlässige Stoffe wie Kalkputze, Lehm und Holz verwendete, schließen Kunststoffbeimengungen in Dispersionsfarben, Tapeten mit hohen Kunststoffanteilen und isolierverglaste Fenster alles lukendicht ab. Wasserdampfspender wie Wäschetrockner, Spülmaschine und tägliches Duschen tragen ihren Teil zu einem subtropischen Raumklima bei.

Besonders Schimmelpilze unter der Tapete werden oftmals nicht erkannt und nicht wirksam entfernt. Bei unsachgemäßer Schimmelbeseitigung ist die Gefahr groß, dass Schimmelpilze unter der Tapete wandern. Dabei dient der Tapetenkleister als Nährboden für das Pilzwachstum. Durch den Wasseranteil einer folgenden Dispersionsfarbe kann das Wachstum der Schimmelpilze sogar angeregt werden. Als Folge dessen, kommt es zu einer Unterwanderung der Endbeschichtung mit Schimmelpilzen, die zu einer neuen Fleckenbildung führt.

Oft wird befürchtet, dass eine Stoßlüftung die Heizkosten erhöht und „zum Fenster hinaus“ geheizt wird. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass für eine Stoßlüftung nicht mehr als 10 – 15 Minuten nötig sind. Es wird zwar frisch im Wohnraum aber die Wände haben genug Wärme gespeichert, um schon nach wenigen Minuten den Raum wieder aufzuwärmen. Die nun trockene Raumluft kann mit wenig Heizenergie mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Berufstätige die morgens aus dem Haus gehen und abends erst wieder kommen, sollten die Heizung nicht ganz abdrehen. Denn, schon nach wenigen Stunden ist die Wohnung ausgekühlt und Atemluft, Kochdunst und Dampfschwaden aus dem Duschbereich kondensieren an den kalten Wandoberflächen. Besser ist es, die Heizung laufen zu lassen und dabei auch noch Energie zu sparen. Denn eine ausgekühlte Wohnung zu erwärmen benötigt mehr Energie.   

                                                   

 

  • In den Heizperioden mindestens 4 mal täglich die Heizkörper zudrehen und für 2 bis 5 Minuten Durchzug in der Wohnung, danach wieder heizen

  • Eine Alternative dazu ist das Stoßlüften (ohne Durchzug), dazu die Fenster für 10 bis 15 Minuten ganz öffnen, danach wieder heizen

  • Gründliches Lüften nach dem Baden, Duschen und Kochen, danach wieder gut heizen

  • Große Möbelstücke sollten nicht direkt an kalte Außenwände gestellt werden, sondern 5-10cm abgerückt

  • Alle Räume sollten so geheizt werden, dass Temperaturunterschiede von über 4°C innerhalb des Wohnbereiches vermieden werden

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